Kräuteröl selber machen – aromatisches, leuchtend grünes Öl mit frischen Kräutern

Frische Kräuter, leuchtendes Grün und intensives Aroma! 🌿

Dieses Kräuteröl ist purer Geschmack in flüssiger Form und ein echter Eyecatcher auf deinem Teller. Egal ob mit Bärlauch, Petersilie, Estragon oder Kerbel: Das selbstgemachte Kräuteröl verleiht Salaten, Fisch, Gemüse oder Pasta einen aromatischen Kick und das gewisse Extra.
Der Trick für Farbe und Geschmack liegt in der richtigen Temperatur und im schnellen Abkühlen. So bleibt das Öl nicht nur brillant grün, sondern auch herrlich frisch im Geschmack. Ob als Basis für Kräuter-Mayonnaisen, Dressings, zum Verfeinern von Suppen oder als Finish auf einem Tellergericht: Dieses Kräuteröl ist ein echtes Küchen-Basic, das du immer im Kühlschrank haben solltest.

Kräuteröle (Petersilie, Estragon, Bärlauch, uvm.)

Rezept von AnjaGang: BasicsKüche: Modern, Europäisch
Menge

200

ml
Zubereitungszeit

30

Minuten
Koch-/Ruhen-/Backzeit

10

Stunden 
Gesamtzeit

10

Stunden 

30

Minuten

Zutaten

  • Kraut deiner Wahl (zum Beispiel: Bärlauch, Petersilie, Estragon, Schnittlauch, Kerbel, usw.)
  • davon 3 Bund

  • Ansonsten
  • 250 ml Traubenkernöl (Alternative: Rapsöl, Sonnenblumenöl)

  • Eiswürfel

Anweisungen

  • Die Kräuter gründlich waschen und anschließend vollständig trocken tupfen oder schleudern. Achte darauf, dass keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist. Wasser trübt das Öl und verringert die Haltbarkeit.
  • Die Kräuter vorbereiten: Welkende Teile aussortieren, größere Stängel entferne, etc.
  • Das Traubenkernöl auf etwa 60 °C erhitzen, aber nicht heißer. Zu hohe Temperaturen zerstören die grüne Farbe und die feinen Aromen.
  • Eine Schale vorbereiten, in die du das Öl nach dem Mixen abseihst. Diese Schale stellst du wiederum in eine größere Schüssel mit Eiswürfeln, um das Öl direkt nach dem Pürieren herunterzukühlen. Das bewahrt die leuchtend grüne Farbe. 💚
  • Die Kräuter zusammen mit dem warmen Öl in einem Mixer maximal 90 Sekunden – eher 60 Sekunden – lang pürieren, bis eine feine, leuchtend grüne Masse entsteht. Beginne mit maximal 60 Sekunden und beobachte, ob sich die Farbe von grün Richtung grün-braun oder grün-grau verändert oder ob noch viele große Pflanzenstücke vorhanden sind. Danach lieber sekundenweise weitermixen. Wenn du zu lange mixt, bekommt das Grün einen bräunlichen Touch, den wird nicht wollen.
  • Die heiße Masse sofort durch ein feines Sieb in die gekühlte Schüssel abseihen. Das schnelle Abkühlen stabilisiert Farbe und Geschmack.
  • Für extra feines und glasklares Öl: Danach das Öl durch einen Kaffeefilter gießen, um letzte Schwebstoffe zu entfernen. Das dauert etwas, lohnt sich aber: So bekommst du ein klares, intensives Kräuteröl.

    Tipp: Es dauert, je nach vorhandenen Schwebestoffen, manchmal mehrere Stunden. Plane also genügend Zeit ein. Ich stelle die Kaffeefilter in Gläser und verteile das Öl in ca. 4 Kaffeefilter, so kann es besser gefiltert werden. Bei nur einem Filter würde dieser schnell durch die Schwebestoffe verstopfen. Dann lasse ich die Öle tagsüber oder über Nacht durchfiltern.
  • Mein extra Küchen-Hack für dich: Sollte das Öl noch leicht trüb sein oder du Wassereinschlüsse sehen, kannst du es in einen Spritzbeutel füllen, diesen aufhängen oder in ein schmales Glas stellen. Nach einiger Zeit trennen sich Wasser und Öl -> das Wasser sammelt sich in der Spitze des Spritzbeutels und kann vorsichtig abgelassen werden.
  • Das fertige Kräuteröl in ein sauberes, lichtgeschütztes Gefäß abfüllen, z. B. in eine Quetschflasche oder ein Schraubglas. Kühl und dunkel lagern. Im Kühlschrank hält es sich mehrere Wochen.

Notizen

  • Tipp für langanhaltend frische Farbe: Um das Öl vor Licht zu schützen, solltest du das Glas/die Quetschflasche mit Alufolie umwickeln. So bleibt die Farbe noch länger frisch und intensiv.
  • Tipp für die Dosierung: Unterschiedliche Kräuter schmecken unterschiedlich intensiv und “laut”. Das überträgt sich dann auch auf dein Öl. Taste dich bei der Dosierung darum anfangs lieber stückweise heran. Beispielsweise ist Estragon Öl äußerst intensiv. Es hebt bei der richtigen Dosierung dein Gericht auf das nächste Level oder ruiniert es vollkommen, wenn du zu viel verwendest.

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