Zwetschgendatschi ist der Klassiker unter den fränkischen Zwetschgenkuchen und gehört zum Spätsommer einfach dazu. In Franken findet man ihn auf jeder Kaffeetafel, ob bei Oma oder im Café. Das Wort „Datschi“ kommt übrigens vom fränkisch datschn und bedeutet, die Zwetschgen dicht in den Teig hineinzudrücken (neidatschn). Genau so entsteht der typische, saftig-fruchtige Zwetschgenkuchen, den hier jeder liebt.
In meinem Rezept für fränkischen Zwetschgendatschi mit Streuseln verzichte ich auf künstliche Aromen wie Rumaroma oder Bittermandelaroma. Stattdessen verwende ich natürliche Zutaten und setze auf frisch geriebene Tonkabohne. Sie bringt eine feine Note von Vanille, Mandel und Karamell in den Teig und ist perfekt, um die Süße und Fruchtigkeit der Zwetschgen zu betonen.
Das Ergebnis ist ein echter Zwetschgenkuchen wie aus Franken: Ein buttriger Mürbeteig, goldbraune Streusel, saftige Zwetschgen – und natürlich ein Batzla frisch geschlagene Sahne, der einfach dazugehört.

Annis Fränkischer Zwetschgendatschi
Gang: Kuchen, DessertKüche: Fränkisch1
Kuchen40
Minuten1
Stunde10
Minuten1
Stunde50
MinutenZutaten für eine 26er Springform
Zutaten
400 g Mehl (Type 550)
175 g Butter, zimmerwarm
2 Eier (Größe M-L)
130 g Kristallzucker
3 TL Backpulver
2 EL Vanillezucker (Tipp: Selbstgemachter Vanillezucker)
1/2 Zitrone, der Abrieb davon
1,5 kg Zwetschgen
eine Prise Salz
eine Prise Tonkabohne, frisch gerieben
- Für die Streusel
250 g Mehl (Type 405 oder 550)
125 g Kristallzucker
150 g Butter
2 EL Vanillezucker
1 TL Zimt, gemahlen
eine Prise Salz
Anweisungen
- Mehl, Backpulver, eine Prise Salz und etwas frisch geriebene Tonkabohne in einer Schüssel vermischen.
- In einer großen Rührschüssel die zimmerwarme Butter mit Zucker, Vanillezucker und dem Abrieb einer halben Bio-Zitrone cremig rühren, bis die Masse hell und luftig wird.
- Abwechselnd etwas von der Mehlmischung und jeweils ein Ei hinzufügen, dabei immer gut verrühren. Am Ende sollte ein glatter Mürbeteig entstehen.
- Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Währenddessen die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und den Zimt mischen. Die kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit den Händen verreiben, bis krümelige Streusel entstehen. Tipp: Ich nutze bewusst kleine und große Streusel. Die kleinen schmelzen zwischen die Zwetschgen und die großen bleiben bestehen und bringen buttrigen Knusper auf den Kuchen.
- Den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zwischen zwei Lagen Backpapier 1–2 cm dick rund ausrollen. Sollte er beim Übertragen reißen, einfach die Stücke in der Springform zusammensetzen und mit den Fingern andrücken. Des merkt am Schluss eh kanner!
- Einen Teigstreifen zu einer Rolle formen, am Innenrand der Springform entlanglegen und leicht andrücken, sodass ein Rand entsteht. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
- Die vorbereiteten Zwetschgen dicht an dicht mit der Schnittfläche nach oben in Kreisen auf dem Teigboden verteilen. Tipp: Je enger sie liegen, desto saftiger wird der Kuchen.

- Die Streusel gleichmäßig über den Früchten verteilen, dabei ruhig größere und kleinere Stücke mischen – das sorgt für Abwechslung beim Biss.
- Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten im heißen Ofen etwa 70–80 Minuten backen. Ab 60 Minuten regelmäßig kontrollieren: Der Datschi ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und die Zwetschgen saftig “datschig” zerkocht wirken.
- Den Kuchen in der Form leicht abkühlen lassen, dann vorsichtig lösen. Tipp: Lauwarm schmeckt er besonders gut.
- Mit einem Batzla frisch geschlagener Sahne servieren und genießen.

