Agnolotti del Plin mit Taleggio, Trüffelsauce, Radicchiomarmelade und Portweinfeigen

Einer meiner absoluten Lieblingskäse ist der Taleggio, hier darf er als Füllung in meine liebste Pasta Form: Agnolotti del Plin. Quasi Doppel-Liebe! 💛💛

Der Geschmack von Taleggio lässt sich am besten so zusammenfassen: mild, buttrig und leicht säuerlich. Beim Schmelzen wird Taleggio extrem cremig, also perfekt für gefüllte Pasta.

Die kleinen Agnolotti del Plin werden traditionell mit einer speziellen Falttechnik hergestellt und anschließend an den einzelnen Füllungen voneinander getrennt. „Plin“ bedeutet im piemontesischen Dialekt so viel wie „Zwicken“ und beschreibt die typische Bewegung der Finger beim Formen der Pasta.

Für die Ausgewogenheit sorgen hier gleich mehrere weitere Komponenten. Zugegeben: Die Zutatenliste ist etwas lang aber die einzelnen Bausteine lassen sich zu 80% vorbereiten, sodass man sich die Schritte entspannt über zwei bis drei Tage einteilen kann.

Weglassen würde ich keine der Komponenten, denn sie bringen das Gericht wirklich auf das nächste Level und in ein spannendes Gleichgewicht. Ich habe zunächst eine Löffel-Variante davon zubereitet und es ist bis heute meine liebste Löffel-Komposition geblieben.

Es hat einfach alles. Frische, Säure, Wärme, Süße, Samtigkeit, Knack, schwere Aromen und flüchtige Aromen.

Probiere es aus!

Viel Spaß mit diesem köstlichen Gericht und viel Freude bei der Zubereitung! 💛

Agnolotti del Plin mit cremiger Taleggiofüllung, Trüffelsauce, Radicchiomarmelade und Portweinfeigen

Rezept von Anja
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Gang: HauptgangKüche: Italienisch
Portionen

3

Personen
Zubereitungszeit

1

Stunde 

30

Minuten
Koch-/Ruhen-/Backzeit

1

Stunde 
Gesamtzeit

2

Stunden 

30

Minuten

Zutaten

  • 360 g Mehl Tipo 00

  • 200 g Taleggio

  • 170 ml Sahne

  • 135 g Vollei

  • 85 g Eigelb

  • 800 ml roter Portwein

  • 800 ml heller Gemüsefond

  • 500 ml Rotwein

  • 120 ml Traubenkernöl

  • 100 ml weißer Balsamico

  • 50 ml Weißwein

  • 50 ml Noilly Prat

  • 30 g Butter

  • 30 g Puderzucker

  • 2 EL Crème fraîche

  • 4 Schalotten

  • 4 frische Feigen

  • 2 Radicchio

  • 3 Sternanis

  • ½ Zimtstange

  • 2 Nelken

  • etwas hochwertiges Trüffelöl

  • etwas roter Kampot Pfeffer

  • etwas Piment d’Espelette

  • etwas Champagneressig

  • etwas Salz

  • etwas Affilla Kresse

Anweisungen

  • Den Pastateig nach meinem Rezept für hausgemachten Pastateig zubereiten. Den fertigen Teig in Folie wickeln und ruhen lassen.
  • Für die Taleggiofüllung die Sahne in einem kleinen Topf erwärmen und etwa um ein Drittel reduzieren lassen. Den Taleggio in kleinere Stücke schneiden, zur warmen Sahne geben und unter Rühren vollständig schmelzen lassen. Mit rotem Kampot Pfeffer abschmecken.
  • Die Taleggiofüllung in einen Spritzbeutel geben und im Kühlschrank vollständig durchkühlen lassen. Die Füllung sollte später fest genug sein, damit du gleichmäßige kleine Tupfen auf die Pastabahnen spritzen kannst.
  • Für die Radicchiomarmelade einen Radicchio in gleichmäßige Streifen schneiden, kurz in warmes Wasser legen und anschließend gründlich schleudern.
  • Zwei Schalotten in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den Radicchio dazugeben und kurz mitschwitzen. Mit Salz würzen und mit 550 ml rotem Portwein und 250 ml Rotwein ablöschen. Alles bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis der Radicchio weich ist und eine konzentrierte, marmeladenartige Konsistenz erreicht hat.
  • Die fertige Radicchiomarmelade in ein sauberes Einweckglas geben und beiseitestellen. Unter sauberen Bedingungen hält sie sich im Kühlschrank mehrere Wochen.
  • Für die Portweinfeigen 250 ml roten Portwein und 250 ml Rotwein zusammen mit Sternanis, Zimt und Nelken in einen Topf geben und zu einem aromatischen Sirup einkochen lassen.
  • Die Feigen vierteln und mit dem eingekochten Sirup glasieren. Anschließend beiseitestellen.
  • Für die Trüffelsauce die Schalotten in Scheiben schneiden. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Schalotten darin farblos anschwitzen. Sie sollen weich werden, aber möglichst keine Farbe bekommen.
  • Mit Weißwein und Noilly Prat ablöschen und die Flüssigkeit deutlich reduzieren lassen. Anschließend den hellen Gemüsefond angießen und alles etwa 30 Minuten köcheln lassen.
  • Die Sahne zur Sauce geben und weitere etwa 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Crème fraîche und etwas hochwertiges Trüffelöl dazugeben. Mit Salz, Piment d’Espelette und Champagneressig abschmecken.
  • Den Pastateig portionsweise dünn ausrollen. Für die Agnolotti del Plin jeweils eine lange Pastabahn auf die Arbeitsfläche legen und die Taleggiofüllung in gleichmäßigen kleinen Tupfen entlang der Längsseite aufspritzen. Zwischen den Füllungen etwas Abstand lassen.
  • Die Pastabahn über der Füllung längs zusammenklappen, sodass die Füllung zwischen zwei Teigschichten liegt. Den Teig direkt um jede Füllung herum mit den Fingern leicht zusammendrücken. Dabei möglichst viel Luft aus dem Bereich um die Füllung herausarbeiten.
  • Nun mit Daumen und Zeigefinger die Teigbahn zwischen den einzelnen Füllungen zusammendrücken. Genau diese kleinen „Zwicker“ geben den Agnolotti del Plin ihre typische Form.
  • Die Pasta anschließend mit einem Pastaschneider oder Teigrad zwischen den zusammengedrückten Stellen trennen.
  • Die fertigen Agnolotti auf ein großzügig mit Semola ausgestreutes Blech legen. Darauf achten, dass sie nicht aneinanderkleben.
  • Einen großen Topf mit ausreichend gesalzenem Wasser aufsetzen.
  • Während das Wasser heiß wird, den zweiten Radicchio putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Für die Vinaigrette weißen Balsamico, Puderzucker, Salz und Traubenkernöl in ein Schraubglas geben. Verschließen und kräftig schütteln, bis sich alles miteinander verbunden hat.
  • Die Agnolotti in das siedende Salzwasser geben und bissfest garen. Bei frischer Pasta geht das relativ schnell. Deshalb lieber frühzeitig probieren, damit die Agnolotti ihren Biss behalten.
  • Die Agnolotti in das siedende Salzwasser geben und bissfest garen. Bei frischer Pasta geht das relativ schnell. Deshalb lieber frühzeitig probieren, damit die Agnolotti ihren Biss behalten.
  • Die Trüffelsauce nochmals erwärmen und mit dem Pürierstab aufschäumen. Dadurch wird sie besonders luftig und leicht.
  • Die aufgeschäumte Trüffelsauce auf vorgewärmte Teller geben und die gegarten Agnolotti darauf verteilen.
  • Die Radicchiomarmelade in größeren Tupfen rund um die Pasta verteilen. Die glasierten Portweinfeigen und den marinierten Radicchio ergänzen.
  • Zum Schluss mit etwas Affilla Kresse ausgarnieren und sofort servieren.

Notizen

  • Die Füllung sollte vor dem Formen komplett durchgekühlt sein. So lässt sie sich sauber aufspritzen und läuft nicht aus.
  • Marmelade, Sirup, Füllung, Sauce und sogar der Pastateig, lassen sich am Vortag bereits vorbereiten. So kann man sich am Kochtag voll dem Formen des Pasta widmen und muss die übrigen Komponenten nur noch fertigstellen.

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